27/01/11 - Fisch-Markt Noryangjin

An der U-Bahn-Haltestelle Noryangjin (Linie 1 und 9) ausgestiegen dann Ausgang Nummer 1 genommen und der Straße wenige Meter gefolt bis wir auf einmal vor diesem unscheinbaren Eingang zu einem Fisch-Markt standen:
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Dieses Bild habe ich von Daum Roadview kopiert. Eine Freundin wohnte dort in der Nachbarschaft und mir wurde nur gesagt, dass es ansonsten keine Möglichkeiten zum Abendessen gibt. Wir gingen die kleine Gasse entlang und gelangten in eine Halle mit einem typischen Fisch-Markt wie Jagalchi in Busan. Jetzt weiß ich es aber, dass es der größte Fisch-Markt von Seoul ist und wir das Gelände durch einen kleinen Seiteneingang betraten. Auf 66.000 Quadratmeter werden (nicht frische, sondern) lebendige Meeresfrüchte und Fische angeboten. Der Name ist Fisch-Markt Noryangjin (노량진 수산시장) Etwas erschöpfend war, dass jeder Verkäufer unsere Aufmerksamkeit auf seinen Stand lenken wollte. Natürlich wurde alles als feinste Qualität angepriesen und der Preis wäre nirgends niedriger. Deswegen kauften wir schon etwas, bevor mir die Größe der Anlage bewusst werden konnte. So sieht eine Straße des Marktes aus:
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2011-01-27 18.03.18Wir fanden ein Laden mit einer vertrausenserweckenden Verkäuferin. Und dann ist der Ablauf eigentlich ziemlich simpel: Wir suchten uns einen Fisch aus, der quicklebendig in einem kleinen Aquarium schwomm. Dann bezahlten wir (mit Kreditkarte!) und bekamen eine Karte mit Stempel des Stands. Als nächstes wurden wir dann mit Hilfe eines Guides in ein Lokal geführt, zwei Minuten Fußweg. Sofort fing die Verkäuferin an den Fisch zu zerlegen. Im Lokal werden uns alle Beilagen serviert. Dort bezahlen wir für Getränke und 2000 Won pro Person für die Beilagen. Keine fünf Minuten später wird der frische, rohe Fisch gebrach. Nein, das ist kein Sushi. Bei Sushi liegt eine Scheibe rohes Fisch auf Reis. Das war einfach nur roher, fein geschnitter Fisch, der mit Saucen, Salatblättern oder sonst irgendwie gegessen wird. Und es heißt in Korea 회(ausgesprochen wir Hwe). So sieht es aus:
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Das war nicht alles, was man aus einem Fisch herausbekommt. Die anderen verwertbaren Reste wurden als eine Suppe zubereitet:
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Kommentare:

Sophie hat gesagt…

Hört sich wirklich sehr gut an. Sollte ich mal nach Korea kommen, lasse ich mir so etwas sicher nicht entgehen. So etwas fehlt definitiv in Deutschland!

Markus hat gesagt…

Abgesehen davon dass ich es widerlich und alles andere als gut klingend finde, wollte ich dir schreiben.

Ich habe nämlich heute Nacht geträumt, dass dir die obere Zahnreihe von einem Schläger rausgehauen wurde. O.o ... da du jedoch noch einige Zähne in deiner Hand hattest, gab ich dir den Spucke-Tipp. O.o ... deshalb meine Frage: Gehts dir gut?^^

Nikola hat gesagt…

Oha, zwei komplett gegensätzliche Kommentare. Das gefällt mir :)

Ja, mir und meinen Zähnen geht es gut. Ich habe jetzt etwas mehr Freizeit bis März und deswegen kann ich mich gut erholen und ohne Stress selbstständig lernen. Sogar eine Tour nach Kambodscha vom 5. bis 10. Februar ist schon gebucht! Wie geht es dir? Schreib mir eine Email, wenn du Zeit haben solltest :)