04/01/12 - Doch kein KTX für Pyeongchang 2018

Heute wurde bekannt, dass es für die Winterolympiade 2018 in Pyeongchang doch keine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Incheon über Seoul zum Veranstaltungsort geben wird. Nach der Entscheidung für Südkorea im vergangenen Jahr hatte ich über die neuen Gleise geschrieben. In diesem Artikel der Joongang Daily "Bullet train to Pyeongchang nixed" werden die Gründe beschrieben:
“If we are going to fulfill our promise [of a 68-minute train ride], we need to build a railway that can operate at 250 kilometers [155 miles] per hour,” a high-ranking official told the JoongAng Ilbo on the condition of anonymity. “We concluded that it is not feasible in terms of costs and benefits.
Kurz zusammengefasst: Es würde sich nicht auszahlen, neue Gleise für die Hochgeschwindigkeitsstrecke zu verlegen. Weiter im Bericht wird erwähnt, dass es nie Pläne dafür gab. Unabhängig von Olympia ist aber trotzdem eine Strecke geplant, die von Wonju nach Gangneung verlaufen wird. Zur Orientierung habe ich hier eine einfach gemachte Karte mit GMaps:

Pyeongchang 2018 auf einer größeren Karte anzeigen
Der ungefähre Ort des Austragungsortes ist auch eingezeichnet (Obwohl ich glaube, dass es weiter östlich stattfinden wird.). Yonhap News haben dazu eine Karte mit dem aktuellen Plan publiziert:Print
Sorry, dass es auf Koreanisch ist, aber es sollte verständlich sein. Die lilane Linie ist der Incheon Flughafenexpress AREX, der von Incheon zum Hauptbahnhof Seoul fährt. Dann kann es weiter gehen bis Wonju mit einem normalen Zug. Die rote Linie wäre die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke, die ich weiter oben erwähnt habe. Die roten Kreise sind die Standorte der Winterspiele.
Auf jeden Fall wird es eine Verbesserung des Angebots geben (hoffentlich auch nach Olympia) und die Zugfahrt dorthin wird bis zu 107 Minuten dauern. Wahrscheinlich ist es sogar sinnvoll bei so großen Summen wie 8,7 Milliarden Dollar die Rentabilität im Fokus zu behalten. Gerne hätte ich einen Expresszug gesehen, der auf kürzesten Weg von der Westküste zur Ostküste in Betrieb wäre.
Aber trotzdem wird es die Olympiade nicht verschlechtern. Immerhin gab es viele andere Vorteile, die Korea gewinnen ließen. Der Verkehr dahin spielte wohl eher nur eine untergeordnete Rolle.

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