23/10/12 [Gastbeitrag] Geographie-Student in Korea - Praktikum am Korea Maritime Institute - Teil II

Teil I: Selbstvorstellung kann man hier lesen!

Joseph mit seiner Erfahrung bei der Praktikumssuche als Gastbeitrag Teil II der Serie "Geographie-Student in Korea - Praktikum am Korea Maritime Institute":



Die Suche


Nachdem die Entscheidung stand, musste ich mich auf die schwierige Suche begeben. Zunächst muss ich dazu sagen, dass ein Austauschprogramm für mich nicht mehr in Frage kam, da ich die Entscheidung für das Praktikum zu spät gefällt hatte und die Frist für die Anmeldung schon abgelaufen war. Wie sollte ich nun also beginnen? 

Natürlich, wie in unserem Zeitalter üblich, begann ich mit der Internetrecherche und stieß dort auf einige interessante Seiten. Die koreanisch-deutsche Handelskammer (http://korea.ahk.de/) oder KOPRA (http://www.kopra.org/) waren nur zwei davon. Dort habe ich fast jeden Tag nach einer Stelle für Geographen gesucht und auch die Leute der Homepage angeschrieben, doch leider blieb der Erfolg aus. So habe ich dann den Career Service der Freien Universität Berlin gefragt und habe dort dann auch einige allgemeine Infos zum Praktikum und der erfolgreichen Suche gefunden. Nur leider war der koreanische Teil sehr rar gesäht. Mir wurde erklärt, dass ein Praktikum in Korea nicht gerade üblich sei und deshalb die ausführlichen Infos fehlen. Aber ich wollte mich dadurch nicht den demotivieren lassen und habe meine Professoren gefragt, ob jemand einen Kontakt nach Korea hat. Nachdem ich dort auch erfolglos blieb, habe ich Unternehmen angeschrieben, die in Korea ansässig sind und möglicherweise Praktika für Geographen anbieten. Doch von dieser Seite bekam ich nie auch nur eine Antwort, weshalb nach 2 Monaten Suche langsam doch der Mut verloren ging. So kam ich dann auf die Idee, andere Professoren in ganz Deutschland anzuschreiben, die einen Bezug zu Korea haben und mich vielleicht irgendwo unterbringen könnten. Viele von ihnen haben mir gleich darauf zurückgeschrieben, sich gefreut, dass ich mich für Korea interessiere, mir aber leider sagen müssen, dass sie auch nichts für mich tun können. Doch nach einigen dieser ernüchternen E-Mails bekam ich eines Tages eine Mail eines Professors der einen koreanischen Professor kennt, welcher in Deutschland einige Jahre studiert hat. Nachdem er mir dessen E-Mail-Adresse geschickt hat, habe ich den koreanischen Professor angeschrieben und nach nur einigen Stunden kam dann die erlösende Antwort (auf perfektem DEUTSCH): Sehr geehrter Herr B., machen Sie sich keine Sorgen, ich werde Ihnen ein Prakikum besorgen! Eine Woche danach bekam ich dann die Bestätigung vom KMI, mit der Frage, ob ich denn noch an einem Internship interessiert wäre. Letztendlich habe ich dieses Praktikum vor allem meinem Glück zu verdanken.

Keine Kommentare: