20/01/13 - Indie Space, alternatives Kino in Seoul

In Südkorea gibt es eine große Auswahl an Kinos, wenn man sich Hollywood-Filme und populäre koreanische Filme anschauen will. Wenn man aber genug von Mainstream-Kino hat, dann ist das "Indie Space" (인디스페이스) eines der besten Adresse für alternative koreanische Filme. Heute war ich das erste Mal dort um mir zwei Filme anzuschauen.
Der erste Film war "Sleepless Night" (잠 못 드는 밤). Ich wurde auf diesen Film eines Jungregisseurs durch diesen Blog aufmerksam. Dort wurde es als der beste koreanische Film der Dekade bezeichnet. Der Trailer war auch sehr vielversprechend:



Wie? Der Trailer zeigt ein Paar beim Spazieren gehen. Was soll daran interessant sein? Ich liebe Filme, bei denen die Handlung vor sich hinblubbert und die Handlung ohne ein richtiges Ziel abläuft. In Korea wurden in dieser Richtung schon so großartige Meisterwerke wie "Night and Day" (밤과 낮) und Hahaha (하하하) geschaffen. Aber um ehrlich zu sein, war ich ein wenig enttäuscht. Es war zwar ein wirklich schöner Film, aber es gab ein paar Elemente, die das ganze Prinzip vom Film zerstört haben. Aber die Dialoge sind so wahr und spiegeln die Sorgen und Alltagsprobleme vieler koreanischer Paare wieder. Wahrscheinlich war das auch die letzte Aufführung dieses Films in dem Kino. Im nächsten Jahr soll der Film auch in normalen Kinos gespielt werden.

20130120_192015Die zweite Aufführung war die Dokumentation "Miracle on Jongno Street", die ich schon damals 2010 beim BIFF gesehen habe. Da meine Freundin noch nicht die Chance hatte, die Dokumentation über Homosexualität in Südkorea zu sehen, war das eine gute Chance. Ich führte ein Interview mit dem Regisseur für K - Colors of Korea über diese Doku, falls sich jemand erinnert. Es lohnte sich auf jeden Fall es ein zweites Mal zu sehen. Vieles hatte ich schon vergessen.

Das "Indie Space" liegt direkt neben dem Seoul History Museum (서울역사박물관) bei Gwanghwamun-Plaza. Der erste Film wurde mit englischen Untertiteln gezeigt. Ich glaube aber, dass es eher die Ausnahme ist. Das Publikum beim Film "Sleepless Night" bestand trotz eines Sonntag abends fast nur aus Filmstudenten, die sich untereinander kannten (so erschien es zu mindestens) und bei der Doku waren nur sieben Leute im Saal, was ziemlich schade ist. Eintrittspreise unterscheiden sich nicht von einem normalen Kino (pro Ticket waren es 7000 KRW) und es ist auf jeden Fall einen Besuch wert, weil auch sehr oft die Produzenten für eine Q&A-Runde auftauchen. 

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